Thermofutter
Thermofutter ist ein funktionales Futter, das im Inneren von Kleidungsstücken verwendet wird, um zu helfen, dass Körperwärme nicht entweicht, und um durch Reflexion und Speicherung von Wärme die Wärmehaltung beim Tragen zu unterstützen.
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Definition und Überblick
Thermofutter ist ein Futter, das hauptsächlich in Herbst- und Winterbekleidung verwendet wird, um die Wärmespeicherung zu unterstützen. Durch Strukturen, die Luft einschließen, angeraute Oberflächen, wärmereflektierende Ausrüstungen und Behandlungen, die Wärme speichern sollen, trägt es dazu bei, die im Inneren eines Kleidungsstücks vorhandene Wärme besser zu nutzen. Die Wärmeleistung wird nicht allein durch das Futter bestimmt; sie wird auch durch das Obermaterial, die Wattierung, die Weite des Kleidungsstücks und die Ausführung der Öffnungen beeinträchtigt.
Aluminium-bedrucktes Futter ist eine Art Thermofutter, bei dem auf einer Seite des Futters ein metallischer Druck verwendet wird, um Wärmestrahlung zu reflektieren. Wärmespeicherndes Futter bezeichnet dagegen meist eine Funktion, die das Speichern von Wärme erleichtert; die Bezeichnung und die Funktionsweise variieren je nach Material und Ausrüstung.
Einsatzbereiche und Funktion
Bei Mänteln, Blousons, Jacken und ähnlichen Kleidungsstücken wird es als Rumpffutter und Ärmelfutter verwendet. Der Rumpfbereich trägt dazu bei, die Wärme im Inneren des Kleidungsstücks zu unterstützen, während der Ärmelbereich auch für ein reibungsloses An- und Ausziehen sorgt. Wenn das Obermaterial windabweisend ist, sollte die Kombination mit dem Futter berücksichtigt werden, um das Kälteempfinden zu verringern.
Neben dem Einsatz im gesamten Kleidungsstück kann es auch partiell in Bereichen verwendet werden, in denen zusätzliche Wärme benötigt wird, etwa im Rücken-, Vorderteil- und Taillenbereich. Bei partieller Verwendung ist es wichtig, Farbe, Dicke und Gleiteigenschaften von Besätzen, Taschenbeuteln und Ärmelfutter aufeinander abzustimmen und den Tragekomfort sowie die Nähverarbeitung zu prüfen.
Materialien und Typen
Als Grundgewebe für Thermofutter werden häufig gewebte und gestrickte Stoffe aus Langfasern wie Polyester und Nylon verwendet. Zu den Optionen gehören Materialien, die auch bei geringer Dicke Geschmeidigkeit bieten, Materialien mit Stretch und Materialien, die durch Anrauen eine Luftschicht bilden; die Auswahl erfolgt je nach erforderlicher Bewegungsfreiheit und gewünschter Ausführung.
Zu den Möglichkeiten zur Funktionalisierung gehören reflektierender Druck mit Aluminium oder ähnlichen Materialien, Behandlungen zur Wärmespeicherung sowie Steppfutter in Kombination mit Wattierung. Bei reflektierend bedruckten Materialien sind die vorgegebene Vorder- und Rückseite sowie die Nähspezifikationen des jeweiligen Produkts zu prüfen, etwa ob die bedruckte Seite zum Obermaterial ausgerichtet werden soll.
- Reflektierende Typen sollen dazu beitragen, Körperwärme nach innen zurückzuwerfen.
- Angeraute Typen nutzen Flor und Luftschichten, um Wärme schlechter entweichen zu lassen.
- Steppfutter vereint Futter und Wattierung und berücksichtigt dabei sowohl Wärme als auch Verarbeitungseffizienz.
Auswahl und Hinweise
Die Verträglichkeit mit dem Obermaterial sollte nach Dicke, Steifigkeit, Fall und Durchscheinen der Farbe beurteilt werden. Bei dünnen oder hellfarbigen Oberstoffen können Farbe, Glanz oder das Druckmuster des Futters durchscheinen. Prüfen Sie Transparenz, Moiré und Nahtabzeichnungen in einem Muster, bei dem Oberstoff und Futter zusammengelegt sind.
Für Ärmelfutter und Hosenfutter wird eine glatte Oberfläche benötigt, die das An- und Ausziehen sowie die Bewegung nicht behindert. Bei gestrickten oder elastischen Oberstoffen sollte ein Futter gewählt werden, das ebenfalls dehnbar ist, oder die nötige Bewegungsfreiheit durch Schnittzugabe und partielle Verwendung sichergestellt werden. Wenn nur das Futter nicht dehnbar ist, kann es zu Zug oder Belastung an den Nähten kommen.
Nähhinweise
Futter mit metallisch bedruckter oder beschichteter Oberfläche kann Veränderungen der Oberfläche durch Nadelstiche, Druckstellen des Nähfußes oder Abrieb zeigen. Nahtzugaben, Rückstiche und Bügelbedingungen sollten im Voraus getestet werden, und Nadel, Garn und Nähfußdruck sind auf das Material abzustimmen.
Thermofutter kann dicker oder steifer sein als gewöhnliches Futter. An überlappenden Stellen wie Bündchen, Säumen, Halsausschnitten und Taschenöffnungen sollte die zusätzliche Dicke berücksichtigt werden; auch das Umlegen der Nahtzugaben und die Position von Hilfssteppnähten sind zu beachten. Nach dem Nähen sollten zudem das Gleiten am Obermaterial, statische Aufladung, der Komfort beim An- und Ausziehen sowie das Aussehen nach dem Waschen geprüft werden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Thermofutter und Steppfutter?
Thermofutter bezeichnet allgemein Futter mit einer Funktion, die das Entweichen von Wärme erschwert. Steppfutter bezeichnet in der Regel eine Konstruktion, bei der Futter und Wattierung miteinander versteppt sind. Da Steppfutter durch die Wattierung eine Luftschicht besitzt, lassen sich Dicke und Wärme leichter erreichen, gleichzeitig hat es aber auch einen größeren Einfluss auf das Volumen des Produkts und auf die Nähspezifikationen.
Welche Seite von aluminium-bedrucktem Futter soll nach innen zeigen?
Die Ausrichtung der bedruckten Seite hängt von der Stoffkonstruktion und den Spezifikationen ab; daher sind die Materialhinweise zu prüfen. Auch wenn eine reflektierende Funktion beabsichtigt ist, muss die bedruckte Seite nicht unbedingt zur Hautseite zeigen. Vor dem Zuschnitt sollten Vorder- und Rückseite, Einsatzbereich, Nahtverarbeitung und Bügelbedingungen anhand eines Stoffmusters und einer Probe bestätigt werden.
Kann Thermofutter mit dehnbaren Oberbekleidungsstoffen verwendet werden?
Ja, aber wenn das Futter der Dehnung des Oberstoffs nicht folgt, kann es bei Bewegung zu Zug und zu Belastung der Nähte kommen. Mögliche Lösungen sind die Wahl eines dehnbaren Futters, das Einplanen von zusätzlicher Weite an den benötigten Stellen oder der partielle Einsatz an Ärmeln oder Rücken. Prüfen Sie Dehnung und Gleiten bei tatsächlicher Bewegung beim Tragen.
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