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Pongé

Definition

Pongee ist die Bezeichnung für ein dünnes, glattes Gewebe in Leinwandbindung, das häufig für Futterstoffe und Taschenbeutel verwendet wird.

Definition und Überblick

Pongé ist ein Begriff für ein leichtes Gewebe in Leinwandbindung. Ursprünglich bezog er sich auf Seidengewebe, doch bei heutigen Bekleidungsmaterialien umfasst er oft auch Polyester und andere Materialien; Griff und Einsatzbereiche variieren je nach Zusammensetzung, Dichte und Ausrüstung.

Der Begriff wird sowohl als Stoffname als auch konventionell für ein dünnes Gewebe für Futterstoffe und Taschenbeutel verwendet. Daher sollte die Qualität nicht allein nach dem Namen beurteilt werden, sondern Zusammensetzung, Flächengewicht, Dicke, Gleitfähigkeit und Transparenz geprüft werden.

Einsatz und Funktion

Pongé wird für Jacken- und Mantelfutter, Taschenbeutel und die Rückseite von Belegen verwendet. Neben der Verringerung der Reibung zwischen Oberstoff und Innenseite des Kleidungsstücks und dem Erleichtern des An- und Ausziehens deckt es auch Nahtzugaben und die innere Verarbeitung ab und verbessert so das Erscheinungsbild.

Bei der Verwendung für Taschenbeutel ist es der Reibung an der Taschenöffnung sowie dem Ein- und Herausziehen der Hände ausgesetzt. Neben der Dünne sollten auch Reißfestigkeit, Nahtfestigkeit und die Verträglichkeit mit dem Oberstoff hinsichtlich Farbübertragung und Transparenz geprüft werden.

  • Bei Vollfuttern und Ärmel füttern die Gleitfähigkeit gegenüber dem Oberstoff und die geringe Haftung beim Tragen prüfen.
  • Bei Hosentaschenbeuteln die Abriebfestigkeit und die Verarbeitungsfreundlichkeit beim Nähen prüfen.
  • Bei hellen Oberstoffen im Voraus bestätigen, wie stark der innen verwendete Stoff durchscheint.

Materialien und Arten

Pongé kann aus Seide, Polyester, Rayon, Cupro oder anderen Fasern hergestellt werden. Je nach Material unterscheiden sich Feuchtigkeitsaufnahme, Neigung zur statischen Aufladung, Gleitfähigkeit, Glanz, Geschmeidigkeit und Veränderungen nach dem Waschen.

Neben einfarbigen Varianten gibt es bedruckte Ausführungen, garngefärbte Muster und Ausrüstungen, die ein flussiges Gefühl unterdrücken. Für Futteranwendungen wird oft die Glätte priorisiert, während für Taschenbeutel eher Produkte mit relativ höherer Dichte für bessere Haltbarkeit gewählt werden.

Auswahl sowie Hinweise zu Handhabung und Nähen

Je nach Anwendung sollten die Gleitfähigkeit gegenüber dem Oberstoff, die erforderliche Festigkeit, die statische Aufladung, die Transparenz sowie die Eignung für Waschen oder chemische Reinigung geprüft werden. Ist der Oberstoff ein Stretchmaterial, sollte in einer Probe getestet werden, ob die fehlende Dehnbarkeit der Pongé-Seite beim Tragen zu Zug führt.

Bei dünnem Pongé kann sich der Fadenlauf beim Zuschneiden verschieben, oder beim Nähen können Nahtkräuselung und Verzug auftreten. Vor dem Zuschnitt den Fadenlauf ausrichten und einen Probestich mit einer feinen, für das Material geeigneten Nadel und einem passenden Nähgarn bei richtiger Fadenspannung ausführen.

Enthält der Stoff hitzeempfindliche Fasern, sollten Bügeltemperatur und die Notwendigkeit eines Bügeltuchs geprüft werden. Außerdem sind bei Kombinationen aus dunklen und hellen Farben je nach Produktbedingungen Tests und Bestätigungen hinsichtlich Farbübertragung durch Reibung, Farbmigration beim Waschen und durch statische Aufladung verursachter Anhaftung erforderlich.

Unterschiede zu ähnlichen Begriffen

Sleeky bezeichnet ein relativ strapazierfähiges Gewebe oder dessen Verwendung, vor allem für Taschenbeutel bei Hosen und ähnlichen Kleidungsstücken. Pongé wird ebenfalls für Taschenbeutel verwendet, wird jedoch oft als Stoffname mit den Merkmalen Dünne und Gleitfähigkeit behandelt; die beiden Begriffe sind daher nicht exakt synonym.

Taffeta ist im Allgemeinen ein dünnes Gewebe, das meist eine hohe Dichte sowie Festigkeit und Glanz aufweist. Pongé hat eine größere Bandbreite an Materialien und Ausrüstungen und weist nicht zwingend die gleiche Festigkeit wie Taffeta auf. Bei der tatsächlichen Auswahl sollten Griff und Eignung für den vorgesehenen Einsatz anhand von Stoffmustern verglichen werden.

Häufig gestellte Fragen

Ist Pongé dasselbe wie Sleeky?

Nein. Sleeky bezeichnet oft ein strapazierfähiges Gewebe oder die Verwendung vor allem für Taschenbeutel, während Pongé als Name für ein leichtes Gewebe in Leinwandbindung verwendet wird. Da Pongé jedoch ebenfalls für Taschenbeutel eingesetzt werden kann, sollte anhand von Zusammensetzung, Festigkeit und Anwendung unterschieden werden.

Worauf sollte man achten, wenn Pongé für Taschenbeutel verwendet wird?

Da Taschenbeutel Reibung und Zug ausgesetzt sind, sollten nicht nur Dünne und Gleitfähigkeit, sondern auch Reißfestigkeit, Nahtfestigkeit und Abriebfestigkeit geprüft werden. Bei hellen Oberstoffen ist außerdem die Transparenz zu prüfen, und bei anspruchsvollen Anwendungen wie Hosen ist es wichtig, die Haltbarkeit anhand von Mustern zu bewerten.

Wie lässt sich Kräuseln beim Nähen von Pongé verhindern?

Bei dünnen Stoffen kann bei zu hoher Fadenspannung eher ein Schrumpfen der Naht auftreten; wählen Sie daher eine feine Nadel und ein passendes Nähgarn und stellen Sie Fadenspannung und Vorschub durch Probenähen ein. Auch das Korrigieren von Verzug durch Ausrichten des Fadenlaufs vor dem Zuschneiden sowie das Vermeiden von Gewalt beim Nähen sind wirksam.

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