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ApparelX WikiTextil-Glossar

Pigmentdruck

Definition

Pigmentdruck ist ein Druckverfahren, bei dem Pigmente, die sich nicht in Wasser lösen, mithilfe von Bindemittelharz auf der Oberfläche von Textil fixiert werden, um Muster, Logos und Farben darzustellen.

Inhalt6 Abschnitte
  1. Definition und Überblick
  2. Eigenschaften von Haptik und Optik
  3. Hauptanwendungen
  4. Auswahl und Hinweise zur Verarbeitung
  5. Unterschiede zu ähnlichen Begriffen
  6. Häufig gestellte Fragen

Definition und Überblick

Pigmentdruck ist ein Verfahren, bei dem Pigmente, also Farbmittel, mit einem Klebharz, dem sogenannten Binder, vermischt und auf die Oberfläche des Textils aufgebracht und fixiert werden. Da sich das Pigment selbst nicht in die Fasern löst und mit ihnen verbindet, unterscheidet sich der Farbentwicklungsmechanismus vom Farbdruck, der das Innere der Fasern färbt.

Ein wesentlicher Vorteil ist, dass sich das Verfahren leicht auf eine breite Palette von Materialien anwenden lässt, darunter Baumwolle, Polyester und Nylon. Ob es tatsächlich verarbeitet werden kann und die erforderliche Haltbarkeit erfüllt, muss jedoch anhand der Oberflächenbeschaffenheit des Textils, der Zusammensetzung, der Elastizität des gestrickten oder gewebten Stoffes und der verwendeten Kombination aus Pigment und Binder geprüft werden.

Eigenschaften von Haptik und Optik

Da im bedruckten Bereich auf der Oberfläche des Textils ein dünner Film entsteht, kann er sich fester und steifer anfühlen als der unbedruckte Bereich. Insbesondere Designs mit großen Vollflächen, dunklen Farben oder starkem Farbauftrag beeinträchtigen eher die Atmungsaktivität, Weichheit und den Fall.

Pigmentdruck ist ein Verfahren, mit dem sich ein matter Eindruck und klar definierte Muster vergleichsweise leicht erzielen lassen. Glanz, Deckkraft und Farbbrillanz variieren jedoch je nach Pigment- und Bindertyp, Grundfarbe und Verarbeitungsbedingungen. Bei dünnen Stoffen muss außerdem auf Durchscheinen des Grundgewebes und Veränderungen der Haptik geachtet werden.

Hauptanwendungen

Neben Bekleidungsartikeln wie T-Shirts, Sweatshirts, Hemden und Kleidern wird es für eine breite Palette von Produkten verwendet, bei denen Muster und Logos dargestellt werden sollen, darunter Taschen, Hüte, Schürzen, diverse Waren und Innenraumstoffe. Die Auswahl richtet sich weniger nach der Gewebekonstruktion und der Faserart als nach dem vorgesehenen Design und der erforderlichen Haltbarkeit.

Es handelt sich nicht um ein Verfahren, das auf eine bestimmte Jahreszeit beschränkt ist, doch bei dünnen Stoffen für Frühling und Sommer oder bei Artikeln, die die Haut berühren, wirkt sich der Einfluss des bedruckten Bereichs auf Atmungsaktivität und Haptik auf den Tragekomfort aus. Bei Fleece- oder flauschigen Materialien für Herbst und Winter können sich Schärfe des Designs und Haftung je nach Zustand des Flors verändern.

Auswahl und Hinweise zur Verarbeitung

In der Planungsphase sollten Musterfläche, Linienbreite, Einsatzbereich, Waschhäufigkeit und Bereiche mit häufiger Reibung festgelegt und dann Haptik und Optik durch Musterverarbeitung bestätigt werden. Insbesondere bei Stretchgewebe ist es wichtig zu prüfen, wie sich Risse oder Aufhellungen beim Dehnen des Kleidungsstücks während des Tragens zeigen, und eine Rezeptur zu wählen, die die Dehnung mitmacht.

Beim Waschen ist es wirksam, das Pflegeetikett des Produkts zu befolgen, das Kleidungsstück auf links zu waschen, starke Reibung zu vermeiden und den bedruckten Bereich nicht bei hoher Temperatur gefaltet aufeinanderzulegen. Trockner und Bügeln bei hoher Temperatur können den Zustand des Films beeinflussen, daher mit einem Bügeltuch bügeln oder den bedruckten Bereich aussparen.

Die Schrumpfung wird nicht allein durch den Pigmentdruck einheitlich bestimmt, sondern vor allem durch das Grundmaterial, die gestrickte oder gewebte Struktur, die Vorbehandlung und die Waschbedingungen beeinflusst. Vor dem Schneiden und Nähen sollten bei Bedarf Kochwäsche oder das Ausrichten des Fadenverlaufs durchgeführt werden, und die Schrumpfrate nach dem Drucken, die Schieflage sowie das Ausbleichen im Nahtbereich sollten unter Serienfertigungsbedingungen geprüft werden.

  • Beim Nähen prüfen, ob Nadelstiche oder Druckstellen auf der bedruckten Oberfläche sichtbar sind.
  • Bei Bereichen mit überlappenden Nähten oder starken Falten in Mustern auf Filmrisse, Ablösungen und Nahtkräuselungen prüfen.
  • Bei der Qualitätsbewertung je nach Anwendung nicht nur die Waschechtheit, sondern auch die Reibechtheit und Lichtechtheit prüfen.

Unterschiede zu ähnlichen Begriffen

Druck ist ein Oberbegriff für alle Verfahren, mit denen Muster, Schrift und Ähnliches auf Textilien dargestellt werden. Pigmentdruck ist eine Art des Drucks und bezeichnet ein Verfahren, bei dem Pigmente mit einem Binder auf der Oberfläche fixiert werden. Siebdruck ist ein Druckverfahren, bei dem mit einer Schablone Farbpaste auf das Textil aufgebracht wird, und ist eine Technik, die auch beim Pigmentdruck verwendet wird.

Der Inkjetdruck ist ein Verfahren, bei dem Muster durch das Versprühen von Tinte auf Basis digitaler Daten dargestellt werden. Dabei kann auch Pigmenttinte verwendet werden, der Begriff bezieht sich jedoch nicht auf das Verarbeitungsverfahren selbst. Außerdem fixiert der Farbdruck Farbstoffe an den Fasern, sodass sich Haptik, Farbentwicklung, geeignete Fasern und Prüfkriterien zur Haltbarkeit im Allgemeinen von denen des Pigmentdrucks unterscheiden.

Häufig gestellte Fragen

Löst sich Pigmentdruck beim Waschen ab?

Wenn die Verarbeitungsbedingungen und die Verträglichkeit mit dem Textil angemessen sind, löst er sich im normalen Gebrauch nicht sofort ab. Starke Reibung, wiederholtes Dehnen, Trocknen bei hoher Temperatur und Alterung können jedoch zu Rissen oder Abnutzung führen. Dies sollte je nach Anwendung durch Wasch- und Reibtests bestätigt werden.

Kann Pigmentdruck auf Stretchgewebe verwendet werden?

Ja, aber es sind ein Binder und ein Verarbeitungsdesign erforderlich, die die Dehnung mitmachen. Bei stark elastischen Strickwaren und Anwendungen für Bademode kann der bedruckte Bereich beim Dehnen Risse zeigen. Optik und Haftung sollten durch Tests bestätigt werden, die die tatsächliche Tragerichtung und Dehnrate berücksichtigen.

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