Schnittmustergewicht
Ein Schnittmustergewicht ist ein Beschwerungsgewicht mit genau so viel Gewicht, dass es ein Schnittmuster beim Zuschneiden und Anzeichnen auf dem Stoff fixiert, ohne mit Stecknadeln Löcher zu machen.
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Definition und Überblick
Ein Schnittmustergewicht ist ein Werkzeug, mit dem Schnittteile in engem Kontakt mit dem auf einem Zuschneidetisch ausgebreiteten Stoff gehalten werden. Es wird um das Schnittmuster und an wichtigen Stellen platziert, um ein Verrutschen zu verhindern; anschließend wird der Stoff mit einem Rollschneider oder einem ähnlichen Werkzeug zugeschnitten. Neben Formen, die den Papiergewichten für japanische Handschrift oder Kalligrafie ähneln, gibt es auch flache runde, stabförmige und beutelartige Varianten.
Im Gegensatz zur Fixierung eines Schnittmusters mit Stecknadeln besteht sein wesentliches Merkmal darin, dass es keine Stecknadellöcher im Stoff oder Schnittmuster hinterlässt. Es ist besonders nützlich für dünne Stoffe, beschichtete Stoffe, Kunstleder und andere Materialien, bei denen Stecknadellöcher leicht sichtbar bleiben, sowie für Musterteile, bei denen Löcher vermieden werden sollen.
Anwendung
Den Stoff entlang des Fadenlaufs glatt auslegen und bei Bedarf auf eine Schneidematte legen. Nach dem Positionieren des Schnittmusters die Schnittmustergewichte vor allem auf Bereiche verteilen, die sich leicht anheben, etwa Ecken, Rundungen und die Mitte langer Kanten. Wichtig ist, das Gewicht nicht auf einen Bereich zu konzentrieren.
Beim Zuschneiden das Schnittmuster mit den Schnittmustergewichten fixieren, statt es mit einer Hand festzuhalten, während die Klinge geführt wird. Mit einem Rollschneider entlang der Kante des Schnittmusters schneiden und die Gewichte bei Bedarf vor der Schnittrichtung versetzen.
- Nicht nur um die Außenkante des Schnittmusters herum platzieren, sondern auch bei schmalen Teilen und in Einkerbungen.
- Elastische Stoffe nicht dehnen; sie in ihrem natürlichen Zustand fixieren.
- Die Platzierung so anpassen, dass Schnittlinien und Passmarken nicht von den Gewichten verdeckt werden.
- Bei langen geraden Abschnitten vor dem Schneiden unterwegs auf mögliches Anheben oder Verrutschen achten.
Arten und Auswahl
Bei der Auswahl auf Form, Gewicht, Rutschfestigkeit der Unterseite und Oberflächenfinish achten. Flache, niedrig bauende Formen bleiben auf Schnittmustern in der Regel stabil und eignen sich auch für Arbeiten mit dem Rollschneider. Varianten mit Griffen oder stabförmigem Design lassen sich leichter neu positionieren und bewegen.
Das benötigte Gewicht hängt von der Stoffdicke, der Rutschigkeit, der Größe des Schnittmusters und der Schnittmethode ab. Ist es zu leicht, reicht die Haltekraft nicht aus; ist es zu schwer, wird die Handhabung mühsamer und das Risiko des Herunterfallens steigt. Praktisch sind Varianten, die mehrfach verwendet und bei Bedarf verteilt werden können.
Eine glatte Unterseite und keine scharfen Kanten verringern die Gefahr von Stoffschäden und erleichtern die Handhabung. Bei Metalltypen sollte auch der Zustand der Oberflächenbehandlung geprüft werden. Bei hellen oder empfindlichen Stoffen, bei denen Farbübertragungen oder Kratzer ein Thema sind, kann man außerdem sauberes Tuch oder dünnes Papier dazwischenlegen.
Pflege und Sicherheitshinweise
Nach dem Gebrauch Faserflusen und Staub abwischen und trocken lagern. Metalltypen können durch Feuchtigkeit rosten, daher sollten sie nicht mit Wasseranhaftungen liegen gelassen werden. Die Unterseite regelmäßig auf Kratzer, Abblättern oder Klebrigkeit prüfen.
Da Schnittmustergewichte schwer sind, sie nicht an den Rand eines Zuschneidetisches legen und sie beim Tragen mit beiden Händen sicher festhalten, damit sie nicht herunterfallen. Beim Umsetzen in der Nähe einer Klinge zuerst die Klinge des Rollschneiders einziehen oder in eine sichere Position bringen und dann arbeiten. Außerdem nicht dort lagern, wo kleine Kinder sie erreichen können.
Unterschiede zu ähnlichen Begriffen
Ein Schnittmustergewicht ist ein Werkzeug, das ein Schnittmuster durch sein Gewicht fixiert; es geht nicht wie eine Stecknadel durch Stoff und Schnittmuster hindurch. Stecknadeln können auch für dreidimensionales provisorisches Fixieren und das Sichern vor dem Nähen verwendet werden, Schnittmustergewichte dienen jedoch hauptsächlich zum Auslegen, Anzeichnen und Zuschneiden auf einer flachen Fläche.
Allgemein bezeichnet der Begriff Schnittmustergewicht ein Gewicht zum Fixieren von Papier, aber ein Schnittmustergewicht für das Zuschneiden bezieht sich auf ein Gewicht mit der für Schneidarbeiten geeigneten Stabilität und Oberflächenform. Eine Schneidematte wiederum ist eine Unterlage, die den Arbeitstisch vor Klingen schützt, und ihre Rolle ist anders als die eines Schnittmustergewichts, das ein Schnittmuster an Ort und Stelle hält.
Häufig gestellte Fragen
Verrutscht der Stoff, wenn ein Schnittmuster nur mit Schnittmustergewichten gesichert wird?
Wenn je nach Stoffart und Größe des Schnittmusters ausreichend viele Schnittmustergewichte passend platziert werden, lässt sich Verrutschen reduzieren. Besonders Ecken, Rundungen, schmale Bereiche und die Mitte langer Kanten sollten sorgfältiger fixiert werden. Bei rutschigen Stoffen oder stark dehnbaren Stoffen ist es beruhigend, den festen Sitz mit einem Probeschnitt zu prüfen.
Wie verwendet man Schnittmustergewichte und Stecknadeln unterschiedlich?
Schnittmustergewichte eignen sich für Stoffe, bei denen Stecknadellöcher vermieden werden sollen, oder wenn man mit dem Rollschneider flach schneiden möchte. Stecknadeln hingegen sind nützlich für vorübergehendes Fixieren vor dem Nähen, das Sichern dreidimensionaler Formen und das genaue Ausrichten feiner Bereiche. Verwenden Sie sie je nach Empfindlichkeit des Materials und nach Arbeitsphase.






