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Laserverarbeitung

Definition

Laserbearbeitung ist ein Verfahren, bei dem die Wärmeenergie gebündelten Laserlichts genutzt wird, um Stoffe und Besätze zu schneiden, zu lochen, zu gravieren oder zu entfärben.

Produkte: LaserverarbeitungAlle anzeigen
Inhalt6 Abschnitte
  1. Definition und Überblick
  2. Struktur- und visuelle Merkmale
  3. Haupteinsatzbereiche und geeignete Artikel
  4. Hinweise zu Auswahl und Handhabung
  5. Unterschiede zu ähnlichen Verfahren
  6. Häufig gestellte Fragen

Definition und Überblick

Laserbearbeitung ist ein Verfahren, bei dem Laserlicht auf einen engen Bereich gebündelt und die Wärme genutzt wird, um einen Teil eines Materials zu entfernen oder die Oberflächenfarbe und -struktur zu verändern. Bei Stoffen wird sie für Musterungen, Ausstanzungen und Schnittkanten verwendet, und bei Accessoires wie Knöpfen auch zur Erzeugung von Logos und Buchstaben.

„Laserschneiden“ bezieht sich oft auf das Ausschneiden oder Beschneiden von Stoff, während „Lasergravur“ oft das Abtragen der Oberfläche, das Anbrennen oder das Verändern des Farbtons bezeichnet. Diese Verfahren werden jedoch manchmal zusammenfassend als Laserbearbeitung bezeichnet.

Struktur- und visuelle Merkmale

Der bearbeitete Bereich zeigt je nach Material und Bearbeitungsbedingungen visuelle Veränderungen wie Brandspuren, Aufhellungen, Unregelmäßigkeiten und ausgeschnittene Muster. Ein wesentliches Merkmal ist, dass Muster durch Veränderung des Materials selbst entstehen können, statt wie beim Drucken Farbe aufzutragen.

Sie eignet sich gut für feine Perforationsmuster, dünne Linien und Logos und wird für Denim-Fading-Effekte, spitzenartige Ausstanzungen und Oberflächendesign auf Kunstleder eingesetzt. Andererseits kann die Wärme den bearbeiteten Bereich verhärten oder Verfärbungen verursachen.

  • Das Bearbeitungsergebnis variiert je nach Faserart, Farbe, Dicke, Gewebestruktur und dem Vorhandensein von Flaum.
  • Schmelzende Kunstfasern können verhärtete Schnittkanten oder verschmolzene Kanten aufweisen.
  • Naturfasern können je nach Bearbeitungsbedingungen deutliche Brandstellen oder Vergilbungen zeigen.

Haupteinsatzbereiche und geeignete Artikel

Laserbearbeitung wird für Ausstanzmuster auf Hemden und Blusen, Belüftungslöcher in Jersey-Oberteilen, Used-Effekte auf Denim und Twill sowie Musterungen auf materialähnlichem Wildleder eingesetzt. Da sich Schneiden und Designausdruck kombinieren lassen, eignet sie sich auch für detailreiche Gestaltungsarbeiten.

Lochungen zur Verbesserung der Atmungsaktivität werden für Sportbekleidung, Outdoor-Bekleidung und leichte Frühjahrs-/Sommerbekleidung in Betracht gezogen. Allerdings garantiert eine reine Lochbearbeitung nicht automatisch den Gesamtkomfort oder die Haltbarkeit des Kleidungsstücks, daher müssen Stoffdesign und Verwendungszweck gemeinsam betrachtet werden.

Hinweise zu Auswahl und Handhabung

Bei der Planung sollten Prototypen mit demselben Material, derselben Farbe und denselben Bearbeitungsbedingungen wie in der Serienproduktion hergestellt werden, und die Reproduzierbarkeit des Musters, Verfärbungen, die Festigkeit des bearbeiteten Bereichs und das Hautgefühl sollten geprüft werden. Da dunkle und helle Farben sowie Natur- und Kunstfasern optisch und hinsichtlich der Wärme unterschiedlich reagieren, ist es wichtig, mehrere Farbvarianten zu prüfen.

Da die Bearbeitung die Gewebestruktur und Fasern teilweise entfernt oder verändert, können die bearbeiteten Kanten nach dem Waschen ausfransen, sich kräuseln oder dehnen. Die Waschbedingungen sollten den Material- und Bearbeitungsspezifikationen entsprechen, und vor der Serienproduktion sollten Waschtest und Prüfungen der Maßänderung durchgeführt werden.

Beim Nähen können Stiche, die über perforierte oder gravierte Bereiche verlaufen, den Stoff schwächen. Nahtzugaben und Stichpositionen sollten daher im Voraus geplant und vom bearbeiteten Muster ferngehalten werden; gegebenenfalls kann zusätzlich Verstärkungsstoff verwendet werden.

Unterschiede zu ähnlichen Verfahren

Beim Drucken werden Farbstoffe oder Pigmente auf die Stoffoberfläche aufgetragen, um ein Muster zu erzeugen. Die Laserbearbeitung verändert den Stoff selbst durch Wärme, sodass sich die Struktur des Musters, das Erscheinungsbild auf der Rückseite und die Methode zur Prüfung der Haltbarkeit vom Druck unterscheiden.

Prägung ist ein Verfahren, bei dem mithilfe von Wärme oder Druck ein erhabenes oder vertieftes Muster erzeugt wird. Laserbearbeitung kann ebenfalls einen dreidimensionalen Effekt erzeugen, unterscheidet sich jedoch dadurch, dass sie auch Ausstanzungen, Oberflächenabtrag und Verfärbungen umfasst. Cutwork bezeichnet ein fertiges Perforationsmuster, und Laserbearbeitung ist eine Methode zur Herstellung solcher Löcher.

Häufig gestellte Fragen

Schrumpft Stoff, der einer Laserbearbeitung unterzogen wurde, beim Waschen?

Das Ausmaß der Schrumpfung hängt nicht nur davon ab, ob eine Bearbeitung erfolgt ist, sondern auch von der Faserart, der Struktur, der Vorbehandlung gegen Einlaufen und der Waschmethode. Da laserbearbeitete Bereiche durch Wärme beeinflusst werden, ist es wichtig, das Produkt im fertigen Zustand vor der Serienproduktion zu waschen und Maßänderungen, Ausfransen der Kanten und Verfärbungen zu prüfen.

Benötigt laser-geschnittener Stoff keine Kantenverarbeitung?

Bei schmelzenden Fasern können die Schnittkanten verhärten und weniger zum Ausfransen neigen, aber eine Kantenverarbeitung ist nicht bei allen Materialien überflüssig. Gewebte Stoffe können ausfransen, und Maschenwaren können sich aufrollen oder Laufmaschen bekommen. Nähversuche sollten entsprechend dem Material und dem Kleidungsbereich, in dem es verwendet wird, durchgeführt werden.

Wie sollten Laserbearbeitung und Druck unterschiedlich eingesetzt werden?

Druck wird für Muster mit vielen Farben oder fotoähnlicher Darstellung in Betracht gezogen, während Laserbearbeitung für Materialfarbkontraste, Brandeffekte, Ausstanzungen und Gravureffekte gewählt wird. Neben dem gewünschten Erscheinungsbild sollte die Auswahl auf dem Vergleich der Wärmeeinwirkung auf das Material, der Bearbeitungsfläche und der Veränderungen nach dem Waschen basieren.

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