Laufmasche
Laufmasche ist ein Phänomen, bei dem Garn in einem Strickstoff reißt oder Maschen herausrutschen, wodurch sich die Maschen fortlaufend auflösen und sich als streifenartige Lücke oder Linie ausbreiten.
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Definition und Überblick
Laufmaschen sind ein Qualitätsfehler oder eine Beschädigung während der Nutzung, die vor allem bei dünnen Strickstoffen wie Strumpfwaren auftritt. Ausgehend von einem gerissenen Garn oder einer herausgerutschten Masche lösen sich die Maschen in vertikaler Richtung fortlaufend auf und bilden eine leiterartige Linie, weshalb das Phänomen auch als Laufmasche bezeichnet wird.
Anders als bei Geweben, bei denen Kett- oder Schussgarne reißen, handelt es sich um ein Phänomen, das für aus Schlingen bestehende Strickstoffe einzigartig ist. Besonders bei dünnen Stoffen aus glattem Filamentgarn kann die Beschädigung auffälliger sein und sich leichter ausbreiten.
Erscheinungsbild und Bedingungen, unter denen es leicht auftritt
Ein Bereich mit Laufmasche erscheint als schmale, hellere Linie oder als Linie, in der sich die Maschen reihenweise geöffnet haben. Selbst ein kleiner Fadenhänger oder ein kleines Loch kann größer werden, wenn sich die Maschen beim Tragen und Dehnen weiter auflösen.
Ausgelöst werden kann dies durch raue Haut an den Nägeln, Accessoires wie Ringe und Uhren, Reibung an rauen Oberflächen oder den hakenartigen Teil von Klettverschlüssen. In der Produktion können auch der Zustand der Nadel, die Strickeinstellungen, der Garnzustand und Nadelbeschädigungen beim Nähen Faktoren sein.
- Dünne, locker gestrickte Stoffe lassen Laufmaschen tendenziell leichter erkennen.
- In Bereichen mit hoher Dehnung schreitet eine auftretende Laufmasche eher fort.
- Durch Hängenbleiben verursachte Fadenhänger können der Ausgangspunkt einer Laufmasche werden.
Anwendungen und Überlegungen zur Planung
Der Begriff Laufmasche bezeichnet kein Material oder Produkt, sondern ein Phänomen im Zusammenhang mit der Haltbarkeit und dem Erscheinungsbild von Strickstoffen. Bei dünnen Strumpfwaren, Tights, Dessous und transparenten Strickwaren ist dies ein Punkt, der bei Planung, Produktion, Prüfung und Pflegekennzeichnung beachtet werden muss.
Bei leichten Artikeln für Frühling und Sommer stehen Leichtigkeit und Transparenz im Vordergrund, gleichzeitig muss aber auch das Risiko von Laufmaschen berücksichtigt werden. Falls erforderlich, sollten Strickdichte, Garnart, Verstärkungsdesign und die Spezifikationen von Bereichen, die voraussichtlich Reibung ausgesetzt sind, durch Prototypen geprüft werden.
Hinweise zum Umgang und Nähen
Beim Tragen und Waschen Kontakt mit Nägeln, Accessoires und Klettverschlüssen vermeiden. Beim Waschen die Pflegekennzeichnung des Produkts beachten und gegebenenfalls ein Wäschenetz sowie eine schonende Behandlung verwenden, um Verheddern und Reibung mit anderer Kleidung zu reduzieren. Ist eine Laufmasche erst einmal entstanden, lässt sie sich in der Regel nur schwer vollständig rückgängig machen.
Beim Nähen ist es wichtig, eine für den Stoff geeignete Nadelspitzenform und Nadelstärke zu wählen und keine abgenutzten oder verbogenen Nadeln zu verwenden. Vor und nach dem Nähen auf Nadelstiche, herausgerutschte Maschen oder Fadenhänger prüfen und Schäden durch zu hohe Fadenspannung oder den Transport vermeiden.
Unterschiede zu ähnlichen Begriffen
Ein Fadenhänger ist ein Phänomen, bei dem sich Garn verfängt und aus der Oberfläche heraussteht oder herausgezogen wird. Ein Fadenhänger selbst ist kein Zustand, in dem sich Maschen fortlaufend auflösen, kann aber bei fortschreitender Beschädigung zu einer Laufmasche führen.
Eine herausgerutschte Masche bezeichnet den Zustand, in dem eine beim Stricken zu bildende Masche nicht gebildet wurde oder sich gelöst hat. Die Laufmasche unterscheidet sich dadurch, dass sie das Ergebnis beschreibt, wenn sich Maschen von einem Ausgangspunkt wie einem gerissenen Garn oder einer herausgerutschten Masche fortlaufend auflösen und sich linienförmig ausbreiten.
Häufig gestellte Fragen
Wie wähle ich einen Stoff aus, der weniger anfällig für Laufmaschen ist?
Die Anfälligkeit für Laufmaschen hängt von Garnart, Strickdichte, Struktur, Stoffgewicht, Veredelung und Produktdesign ab. Beurteilen Sie nicht nur nach Dünnheit oder Transparenz; wichtig ist eine Überprüfung durch Prototypen und Bewertungen unter möglichst realitätsnahen Nutzungsbedingungen, unter Berücksichtigung von Reibung und Dehnung beim Tragen.
Bedeuten Laufmasche und herausgerutschte Masche dasselbe?
Nein, das ist nicht dasselbe. Eine herausgerutschte Masche bezeichnet den Zustand, dass eine Masche nicht gebildet wurde oder sich gelöst hat, und kann beim Stricken als Fehler behandelt werden. Eine Laufmasche ist ein Zustand, bei dem sich Maschen von einem Ausgangspunkt wie einem gerissenen Garn oder einer herausgerutschten Masche fortlaufend auflösen und sich linienförmig ausbreiten.






