PVC
Vinylchlorid ist ein synthetisches Material aus Vinylchloridharz, das als eigenständige Folie oder als Beschichtung bzw. Laminat auf Stoff verwendet wird, um Wasserbeständigkeit und einen charakteristischen Glanz zu verleihen.
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Definition und Überblick
Vinylchlorid ist ein thermoplastisches Harz, auch bekannt als Polyvinylchlorid. Im Bekleidungsbereich wird es in verschiedenen Formen verwendet, etwa als transparente oder farbige Folien, Filme, lederartige Materialien und beschichtete Stoffe, bei denen Harz auf einen Grundstoff aufgebracht wird.
PVC als Stoff bezieht sich oft nicht auf das Garn selbst, sondern auf ein Material, bei dem PVC auf einen Grundstoff wie Gewebe, Strickware oder Vliesstoff beschichtet oder laminiert wird. Je nach Grundstoff und Verarbeitungsmethode variieren Dicke, Festigkeit, Elastizität und Oberflächengefühl stark.
Eigenschaften und Erscheinungsbild
Die Oberfläche ist glatt und kann eine Vielzahl von Looks zeigen, etwa einen starken, emailleartigen Glanz, eine matte Textur, Transparenz und einen geprägten Korn-Effekt. Sie ist im Allgemeinen wasserabweisend und leicht abzuwischen, neigt jedoch dazu, Wärme zu speichern, und ist kein Material, auf das man sich in Bezug auf Atmungsaktivität verlassen sollte.
Die Flexibilität variiert je nach Zusammensetzung der Weichmacher und anderer Zusätze, der Dicke und dem Grundstoff. Dünne, folienartige Materialien neigen zu sichtbaren Faltenmarken, während dickere Materialien Festigkeit und Formbeständigkeit bieten; ihre Steifigkeit kann jedoch an gebogenen Stellen und Nähten zu Belastungen führen.
- Es gibt eine große Auswahl an Oberflächendesigns, darunter glänzende, matte, transparente und geprägte Ausführungen.
- Es ist wasserabweisend und wird für Oberstoffe verwendet, die Regen und Schmutz abhalten sollen.
- Es hat eine geringe Saugfähigkeit und Atmungsaktivität, daher sollte der Tragekomfort bei direkt auf der Haut getragenen Teilen geprüft werden.
- Bei niedrigen Temperaturen kann es hart werden oder an gefalteten Stellen Weißbruch zeigen.
Hauptanwendungen
PVC-Materialien werden für Regenbekleidung, Taschen, Accessoires, Gürtel, Beutel, Bühnenkostüme sowie Röcke und Oberbekleidung verwendet, bei denen die dekorative Wirkung im Vordergrund steht. Transparente Varianten werden auch für Designdetails wie Taschen und Panel-Einsätze eingesetzt.
Dickere Materialien mit PVC-Beschichtung auf Stoff eignen sich für Taschen, Etuis und Accessoires für den Außeneinsatz. In der Bekleidung können sie für Herbst- und Winteroberbekleidung oder modisch orientierte Artikel verwendet werden, wobei die Platzierung mit Blick auf Tragekomfort, Geräuschentwicklung und Steifigkeit beim Tragen gewählt wird.
Hinweise zu Auswahl und Verarbeitung
Bei der Auswahl sollte nicht nur die PVC-Schicht geprüft werden, sondern auch die Art des Grundstoffs, die Dicke, die Dehnung, die Oberflächenkratzfestigkeit, die Kältebeständigkeit und das Erscheinungsbild nach dem Nähen. Bei transparenten Produkten sollten Vergilbung und Trübung einkalkuliert werden, und bei dunklen Farben ist auch Farbabgabe durch Reibung zu berücksichtigen; Tests mit der tatsächlichen Kombination sind wichtig.
Die Eignung für Waschen oder Trockenreinigung hängt von der Weichmacherformulierung, dem Grundstoff und der Klebe- bzw. Laminierstruktur ab. Waschen bei hohen Temperaturen, Trocknen oder Bügeln kann zu Verformung, Verhärtung, klebrigen Oberflächen oder Delamination führen. Daher stets die Pflegehinweise und Spezifikationen für jedes Material prüfen.
Bei der Lagerung hohe Hitze und Feuchtigkeit, direkte Sonneneinstrahlung und starken Druck vermeiden. Bei längerem Kontakt mit anderen Materialien kann es zu Farbübertragungen oder Ankleben an der Oberfläche kommen. Statt zu falten sollte im Voraus überlegt werden, ob eine Lagerung unter geringer Belastung möglich ist.
Unterschiede zu ähnlichen Nähbegriffen
PVC neigt dazu, Nadelstiche zu hinterlassen, und erneut genähte Stellen können auffallen. Nähfuß, Transport, Nadel und Stichlänge sollten an die Gleiteigenschaften und Festigkeit des Materials angepasst werden, und Nähversuche an Reststücken sind durchzuführen. Übermäßiger Einsatz von Stecknadeln kann Spuren hinterlassen, daher sollte geprüft werden, ob stattdessen Clips verwendet werden können.
Kunstleder ist ein allgemeiner Begriff für Materialien, bei denen eine Harzschicht auf einem Fasergrundmaterial angebracht wird, um ein lederähnliches Aussehen und eine entsprechende Haptik zu erzeugen. PVC kann dabei als Oberflächenharz verwendet werden. Auf der anderen Seite bezeichnet Tarpaulin im Allgemeinen ein folienartiges Material, bei dem Harz auf ein Fasergrundgewebe aufgebracht wird, wobei Festigkeit und Witterungsbeständigkeit im Vordergrund stehen.
Häufig gestellte Fragen
Können PVC-Materialien zu Hause gewaschen werden?
Da die Waschbarkeit von der Konstruktion des PVC-Materials abhängt, lässt sich dies nicht allgemein beurteilen. Hitze, Feuchtigkeit, Waschmittel und Reibung können die Oberfläche verändern, daher sollte das Pflegeetikett sowie die Spezifikation des Stoffherstellers geprüft werden. Vor der Vermarktung ist es wichtig, Waschtests einschließlich der tatsächlichen Nebenmaterialien durchzuführen.
Was sollte beim Nähen von PVC-Stoff beachtet werden?
PVC hinterlässt leicht Nadelstiche und Spuren von erneutem Nähen, und die Oberfläche kann am Nähfuß kleben bleiben oder ungleichmäßig transportiert werden. Nadel, Faden, Stichdichte und Nähfuß sollten an Reststücken geprüft werden, und bei Bedarf sind Clips zu verwenden. Außerdem sollte nach dem Nähen auf Weißbruch oder Risse an gefalteten Stellen geachtet werden.
Was ist der Unterschied zwischen PVC und Kunstleder?
PVC bezeichnet eine Art von Harz. Kunstleder ist ein allgemeiner Begriff für Materialien, die durch das Aufbringen einer Harzschicht auf ein Fasergrundmaterial lederähnlich gemacht werden, wobei PVC als Oberflächenharz verwendet werden kann. Daher kann PVC eines der Materialien oder Oberflächenschichten sein, die bei Kunstleder verwendet werden.






