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Nylon 6 und Nylon 66

Definition

Nylon 6 und Nylon 66 sind repräsentative synthetische Fasern auf Polyamidbasis mit unterschiedlichen Rohstoffbestandteilen und werden von Bekleidung bis hin zu Industriematerialien genutzt, wobei ihre Stärke, Abriebfestigkeit und Hitzebeständigkeit zum Einsatz kommen.

Inhalt6 Abschnitte
  1. Definition und Überblick
  2. Merkmale und Griff
  3. Hauptanwendungen
  4. Auswahl und Hinweise zur Verarbeitung
  5. Unterschiede zu ähnlichen Begriffen
  6. Häufig gestellte Fragen

Definition und Überblick

Nylon 6 und Nylon 66 sind synthetische Fasern, deren Hauptbestandteil Polyamid ist. Die Zahlen in den Namen stammen von den Rohstoffen, und obwohl beide Nylon sind, unterscheiden sich ihre Molekülstrukturen. Sie werden in einer breiten Palette von Formen verwendet, darunter Gewebe, Garn und Formteile.

In der Bekleidung können Nylon 6 und Nylon 66 allein oder in Kombination mit Polyurethan und anderen Materialien eingesetzt werden, um Elastizität zu verleihen. Die endgültigen Eigenschaften variieren stark je nach Mischungsverhältnis, Garnstärke, Web- oder Strickstruktur und Veredelung.

Merkmale und Griff

Beide zeichnen sich durch Stärke im Verhältnis zu ihrem geringen Gewicht, Abriebfestigkeit und Geschmeidigkeit aus. Bei Filamentgarnen ist die Oberfläche vergleichsweise glatt, und je nach Dichte und Verarbeitung können sie von glänzend bis matt wirken.

Allgemein bietet Nylon 66 im Vergleich zu Nylon 6 eine bessere Hitzebeständigkeit und Steifigkeit, weshalb es für Anwendungen gewählt wird, bei denen Festigkeit und Abriebfestigkeit im Vordergrund stehen. Die tatsächliche Leistungsfähigkeit wird jedoch auch durch Garnkonstruktion, Struktur, Färbung und Harzausrüstung beeinflusst, daher sollte man nicht allein nach dem Materialnamen urteilen.

Da Nylon wenig Feuchtigkeit aufnimmt, wird bei Bekleidung, die unter starkem Schwitzen getragen wird, der Tragekomfort durch Strickstrukturen, feuchtigkeitsabsorbierende Schnelltrocken-Ausrüstungen und die Kombination mit anderen Fasern verbessert. Auch statische Aufladung, Verschlechterung durch UV-Licht und Verformung durch Hitze sind zu beachten.

Hauptanwendungen

Da es sich von leichten bis zu schweren Geweben auslegen lässt, werden Nylon 6 und Nylon 66 für ganzjährige Bekleidung eingesetzt. Zu Artikeln, die geringes Gewicht und Abriebfestigkeit erfordern, gehören Oberbekleidung, Sportbekleidung, Outdoor-Bekleidung und Taschen.

Nylon 6 wird nicht nur für Fasern, sondern auch für geformte Zubehörteile wie Kordelstopper und Kordelenden verwendet. Bei Bekleidung sollte die Spezifikation nicht nur für das Gewebe selbst, sondern auch für die Zubehörmaterialien und die Haltbarkeit berücksichtigt werden.

  • Oberbekleidung, Blousons, Windbreaker
  • Sportbekleidung, Badebekleidung
  • Taschen, Beutel, Rucksäcke
  • Uniformen, Arbeitskleidung
  • Geformte Zubehörteile wie Kordelstopper und Kordelenden

Auswahl und Hinweise zur Verarbeitung

Bei der Auswahl eines Gewebes sollte nicht nur geprüft werden, ob es sich um Nylon 6 oder Nylon 66 handelt, sondern auch das Mischungsverhältnis, das Flächengewicht, die Dichte, der Garntyp und die Oberflächenveredelung. Die Auswahl wird erleichtert, wenn die für den vorgesehenen Einsatz erforderlichen Prüfwerte wie Reißfestigkeit, Abriebfestigkeit und Wasserabweisung im Voraus festgelegt werden.

Beim Waschen und bei Wärmebehandlungen sollten hohe Temperaturen vermieden und die Pflegekennzeichnung beachtet werden. Da Hitze Glanz, Schrumpfung oder Verformung verursachen kann, sollte das Bügeln bei niedriger Temperatur beginnen und mit einem Bügeltuch erfolgen. Dunkle Artikel können durch Reibung außerdem Farbe abgeben, daher sollte die Farbechtheit im Voraus geprüft werden.

Beim Nähen gibt es dünne Gewebe und hochdichte Gewebe, bei denen feine Nadelstiche leicht sichtbar werden. Nadelstärke, Fadenzahl, Stichdichte und Fadenspannung sollten auf das Gewebe abgestimmt werden, und Nadelschäden, Kräuseln sowie Nahtschrumpfung sollten anhand von Proben bestätigt werden. Da das Material sich durch Hitze verformen kann, ist auch auf die Bügelbedingungen zu achten.

Unterschiede zu ähnlichen Begriffen

Nylon wird oft als allgemeiner Begriff für Polyamidfasern verwendet, während Nylon 6 und Nylon 66 die konkreten Typen bezeichnen. Wenn auf dem Etikett nur Nylon steht, ist möglicherweise nicht erkennbar, welcher Typ verwendet wurde.

Polyester ist ebenfalls eine repräsentative synthetische Faser, aber die chemische Struktur ist anders. Allgemein wird Nylon für Anwendungen gewählt, die seine Geschmeidigkeit und Abriebfestigkeit nutzen, während Polyester für Anwendungen gewählt wird, die seine Formstabilität und einfache Verarbeitung nutzen. Die Leistungsfähigkeit hängt jedoch vom Gewebedesign ab.

Häufig gestellte Fragen

Was sollte ich für Bekleidungsgewebe wählen, Nylon 6 oder Nylon 66?

Die Wahl sollte auf einer Gesamtbewertung von Leichtigkeit, Griff, erforderlicher Festigkeit, Abriebfestigkeit, Wärmebehandlungsbedingungen, Kosten und mehr beruhen. Im Allgemeinen wird Nylon 66 in Betracht gezogen, wenn Hitzebeständigkeit und Steifigkeit Priorität haben, doch da die Gewebeleistung auch von Struktur und Verarbeitung beeinflusst wird, sollte dies anhand des Spezifikationsblatts und von Testergebnissen bestätigt werden.

Schrumpfen Nylon 6 und Nylon 66 beim Waschen?

Schrumpfung und Maßänderungen variieren je nach Gewebestruktur, ob eine Hitzefixierung vorgenommen wurde, dem Mischungsverhältnis sowie den Wasch- und Trocknungsbedingungen. Waschen bei hohen Temperaturen, Trocknen im Wäschetrockner und Bügeln können Verformungen oder Glanz verursachen, daher sollte das Pflegeetikett beachtet und vor der Massenproduktion ein Waschtest durchgeführt werden.

Was sollte ich beim Nähen von Nylongewebe beachten?

Dünne oder hochdichte Nylongewebe können Nadelstiche, Nahtschrumpfung und Kräuseln deutlich sichtbar machen. Wählen Sie für das Gewebe geeignete Nadeln und Garne und passen Sie Fadenspannung und Stichdichte an. Führen Sie vor der Serienfertigung Näh- und Bügeltests durch, um Nadelschäden und durch Hitze verursachte Oberflächenveränderungen zu prüfen.

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