Cordlane
Cordlane ist ein gewebter Stoff mit klarer, griffiger Haptik, bei dem im Wesentlichen in Kettrichtung Fäden unterschiedlicher Stärke angeordnet sind und so feine, rippenartige Streifen entstehen.
Inhalt6 Abschnitte
Definition und Überblick
Cordlane ist ein gewebter Stoff aus feinen Fäden und relativ dicken Fäden in regelmäßigen Abständen, sodass in Kettrichtung feine Rippen oder Streifen sichtbar sind. Er ist oft ein leichter bis mittelschwerer Baumwollstoff und wird weniger als Bezeichnung einer Bindungsstruktur denn als Stoffname verstanden, der einen gestreiften Oberflächeneffekt bezeichnet.
Es gibt Varianten mit so feinen Rippen, dass sie ohne Muster wirken, und andere, bei denen die Streifen durch den Kontrast zwischen weißen und farbigen Fäden deutlich sichtbar sind. Da sich Optik und Materialstärke je nach Fadeneinsatz, Dichte und Färbemethode unterscheiden, sollte der tatsächliche Stoff geprüft werden, um zu bestätigen, wie die Streifen in der Planungsphase erscheinen.
Merkmale
Die vertikalen feinen Rippen und dezenten Streifen erzeugen eine ordentliche, kühle Optik. Die Oberfläche ist im Allgemeinen relativ glatt, und er wird für leichte Hemden und Bekleidung für den Hochsommer verwendet. Die Kühle und Atmungsaktivität hängen jedoch vom Material, der Dichte und der Ausrüstung ab.
Da die Rippen vertikal verlaufen, eignet sich dieser Stoff gut für Designs mit schlanker, sauberer Wirkung. Bei Stoffen mit großem Unterschied zwischen dicken und dünnen Fäden oder mit starkem Farbkontrast werden dagegen Fehlstellungen der Streifen an Nähten und Teilungsnähten deutlicher sichtbar.
Hauptanwendungen
Mit seiner leichten Tragbarkeit und der ordentlichen Streifenwirkung wird er für Frühlings- und Sommerhemden, Blusen, Kleider, Röcke, Hosen und mehr verwendet. In etwas festeren Qualitäten kann er auch für Sommerjacken und Sets verwendet werden.
Wenn das Material aus Baumwolle besteht, eignet es sich leicht für Stile von lässig bis elegant, und die Wirkung lässt sich über die Farbe und die Feinheit der Rippen anpassen. Bei der Verwendung eines leichten, transparenten Stoffes für Kleider oder Unterteile sollte auch die Notwendigkeit eines Futters oder Unterrocks berücksichtigt werden.
Hinweise zu Auswahl und Pflege
Bei der Auswahl sollten nicht nur die Materialmischung, sondern auch Flächengewicht, Dichte, Transparenz, Stand der Rippen und das Aussehen nach dem Waschen geprüft werden. Stoffe, die überwiegend aus Baumwolle bestehen, können beim Waschen einlaufen, daher sollten Schrumpf- und Waschtests vor der Massenproduktion durchgeführt und die benötigte Menge sowie der Schnitt bei Bedarf angepasst werden.
Beim Zuschnitt die vertikalen Rippen korrekt zur Fadenrichtung ausrichten und die Streifenposition an linken und rechten Vorderteilen, Kragen, Taschen und anderen Teilen abstimmen. Stoffe mit deutlich sichtbaren Streifen können mehr Material für den Musterabgleich erfordern. Vor dem Nähen ist es wichtig, die Fadenrichtung zu begradigen, um ein Verrutschen beim Nähen und Streifenverzug zu reduzieren.
Unterschiede zu ähnlichen Begriffen
Seersucker ist ein gewebter Stoff, der durch Kräuselungen infolge von Unterschieden in der Garnspannung oder der Bindungsstruktur ein vom Stoff abgehobenes Gefühl erzeugt. Cordlane dagegen zeichnet sich vor allem durch den optischen Eindruck vertikaler Rippen und vertikaler Streifen aus, die durch Fäden unterschiedlicher Dicke entstehen, und weist nicht zwingend eine starke Oberflächenunebenheit auf.
Corduroy ist ein Florgewebe, bei dem der Kettflor geschnitten wird, um erhabene Rippen mit einer flauschigen Oberfläche zu erzeugen. Die Rippen von Cordlane sind kein zu Flor aufgestellter Flor; sie entstehen durch Fadendicke und Anordnung, sodass viele Cordlane-Stoffe dünner und leichter als Corduroy sind und sich auch die hauptsächliche Verwendungssaison unterscheidet.
Häufig gestellte Fragen
Ist Cordlane ein gestreifter Stoff?
Cordlane ist ein Stoff, bei dem Fäden unterschiedlicher Dicke in Kettrichtung angeordnet sind, um feine rippenartige Streifen zu erzeugen. Anders als bei gedruckten Streifen mit weitem Abstand oder garngefärbten Streifen beeinflusst die gewebte Fadenanordnung selbst das Erscheinungsbild der Streifen. Die Deutlichkeit der Streifen variiert je nach Farbkombination und Fadendicke.
Was ist der Unterschied zwischen Cordlane und Seersucker?
Seersucker ist bekannt für das vom Stoff abgehobene Gefühl, das durch die Oberflächenunebenheit entsteht. Cordlane zeigt vor allem vertikale Rippen und vertikale Streifen durch die Anordnung von dicken und dünnen Fäden. Beide werden für Frühlings- und Sommerkleidung verwendet, aber Haptik, Grad der Unebenheit und die Wirkung beim Schneidern unterscheiden sich je nach Qualität, daher sollten sie mit Stoffmustern verglichen werden.
Was ist beim Nähen von Cordlane zu beachten?
Wichtig ist, die Rippen und Streifen gerade zur Fadenrichtung zu legen und den Streifenabgleich an Vorderteilen, Kragen, Taschen und anderen Teilen zu prüfen. Vor dem Zuschnitt die Fadenrichtung begradigen und bei Produkten, die gewaschen werden, auch die Schrumpfung bestätigen. Bei leichten Stoffen können Nadelstiche und Nahtschrumpfung stärker auffallen, daher Nadel, Garn und Nähbedingungen mit Probennähten anpassen.






